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Hemden aus Two Ply Stoff

Two Ply nennt man eine Webart, bei der Schuss- und Kettfäden (Quer- und Längsfäden) gleichermaßen vor dem Weben verzwirnt, also verdreht werden. Diese ursprünglich vor allem bei Herrenhemden standardmäßige Herstellungsart ist mit großem zusätzlichem Aufwand verbunden, weswegen man Two Ply-Qualität mittlerweile ausschließlich bei erstklassigen Oberhemden findet.

Zudem sorgt die hohe Garndrehung  für eine verbesserte Selbstglättung, so dass Two Ply-Produkte besonders pflegeleicht sind. Neben der knitterarmen Gewebequalität zeichnen sich die hochgedrehten Baumwollgarne durch einen sehr edlen Griff und ein besonders angenehmes Tragegefühl aus.

Doch nicht nur in Sachen Tragekomfort ist ein Hemd  in Two Ply-Qualität ein herausragender Begleiter – leuchtende Farben, interessante Strukturen und feine Muster ziehen die Blicke auf sich. Das Geheimnis beginnt hier bereits in der innovativen Gewebetechnologie. Indikatoren für die Qualität der Gewebestruktur sind Garnfeinheit, Fadendichte und Bindung.

Die Art der Verflechtung von Kett- und Schussfäden bezeichnet man als Bindung. Durch unterschiedliche  Bindungskombinationen ergeben sich interessante Muster und Strukturen. Aufwendig gewebte, komplizierte Muster (z.B. Jacquard) lassen sich hierdurch ebenso erzielen wie kernige, kräftige Webarten (z.B. Oxford) oder Stoffe mit leichter Rippenoptik (z.B. Popeline). Durch den Einsatz unterschiedlich farbiger Garne entstehen zudem Muster wie Nadelstreifen, Fischgrat oder Karo – ein Hauptdessin der Wintermode.

Während bei den Mustern schon länger Allover-Varianten wie Millefleurs oder Paisley auf Hemden, Blusen und Accessoires Einzug in die Kleiderschränke gehalten haben, erobern jetzt auch Allover-Strukturen die Modewelt. So wirkt ein weißes Galahemd mit dezenter Allover-Piqué-Struktur besonders edel und verleiht dem Abendoutfit das besondere Etwas.

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