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Ganz besondere Stoffe: Two Ply, Natural Stretch & Co.

Wie sich Stoffe anfühlen und wie sie aussehen, wird hauptsächlich von der zugrundeliegenden Bindung bestimmt. In unserer dreiteiligen Serie haben wir bereits im ersten Teil erklärt, welche Bindungsarten es gibt und wie sich diese auszeichnen. Im zweiten Teil haben wir dann häufig vorkommende Stoffqualitäten und ihre besonderen Eigenschaften beschrieben. Doch dann gibt es auch noch ganz spezielle Gewebearten, zum Beispiel Natural Stretch. Diesen sowie weitere möchten wir im dritten und letzten Teil der Serie vorstellen.

Natural Stretch

Stretch-Stoffe werden normalerweise nur dehnbar und elastisch, wenn ein Elasthangarn zugefügt wird. Anders bei Natural-Stretch-Stoffen: Sie bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle. Der Stretch-Effekt wird nicht durch Elasthangarn, sondern durch eine spezielle Webweise und Ausrüstung erreicht. Der Vorteil von Natural Stretch: Die Hemden überzeugen durch hohen Tragekomfort. Die natürlichen, positiven Trageeigenschaften der Baumwolle werden ergänzt durch eine große Bewegungsflexibilität.

Two Ply

Der Begriff Two Ply bezeichnet ursprünglich nicht ein Gewebe, sondern das Garn, mit dem der Stoff gewebt wurde. Two Ply bedeutet, dass vor dem Weben sowohl für die Kettfäden als auch für die Schussfäden zwei oder mehr feinfädige Garne miteinander verdreht, also verzwirnt, werden. Man erzielt dadurch höhere Reißfestigkeit, Unregelmäßigkeiten werden ausgeglichen. Es entstehen beim Weben glatte und dichte Stoffe. Two Ply wird mittlerweile häufig auch als Bezeichnung für die hochwertigen Stoffe verwendet, die aus Zwirn gewebt werden. Die Begriffe Vollzwirn und Two Ply können synonym verwendet werden. 

Fil-Coupé

Fil-Coupé ist auch unter den Begriffen „Lance Decoupé“ und „Scherli“ bekannt. Der Begriff bezeichnet Stoffe, die ihre kleinen Motive und Strukturen auf ganz besondere Weise bekommen: In die Stoffe werden Fäden partiell eingewebt und wieder abgeschnitten. Die abgeschnittenen Fäden sind auf der Stoff-Innenseite sichtbar. Diese Webart wird auch bei Stretch-Gewebe angewandt, dieses wird dann als Fil-Coupé-Stretch bezeichnet.

Pinpoint

Für Pinpoint, das eine Warenbezeichnung ist, wird Oxford-Gewebe variiert: Pinpoint ist eine Mischung von Leinwand- und Panamabindung mit feineren Fäden. Pinpoint-Gewebe wirkt unifarben, besitzt aber bei genauerem Blick eine kleinteilige Punkt-Musterung. Pinpoint-Gewebe ist robust, strapazierfähig und fest im Griff.

Marcella

Diese Stoffoptik geht auf die frühen Herrenhemden um 1910 in England zurück. ETERNA hat diesen Klassiker unter den Smokinghemden mit bewegter Oberfläche und mit erkennbaren Hoch-Tief-Stellen wiederbelebt. Der Griff fühlt sich reich und körnig an.

ETERNA Herrenhemd mit Streifen

Querstreifen finden sich in der Hemdenkollektion unter dem Begriff Barré.

Barré

Streifen liegen im Trend – und um das Trendthema zu variieren und in allen Facetten abzubilden, werden derzeit häufig auch Barréstreifen eingesetzt. Barré bedeutet dabei nichts anderes als Querstreifen.

Seersucker

Seersucker ist ein typischer Sommerstoff. Das Gewebe hat eine reliefartige Oberfläche, die leicht gerafft aussieht. Dieser Effekt ist gewollt und wird über eine bestimmte Webart oder Ausrüstung erreicht. Da bei einem Seersucker-Hemd die Oberfläche aufgrund der Reliefstruktur nie vollflächig auf dem Körper anliegt, ermöglicht der Stoff sehr gut die Luftzirkulation und wird daher besonders im Sommer als angenehm empfunden. 

Kettlancé und Schusslancé

Unter Kettlancé versteht man Gewebe, die auf der rechten Warenseite in Längsrichtung (Kettrichtung) ein punktuell platziertes Motiv aufweisen, wie beispielsweise kleine Punkte oder Quadrate. Auf der linken Warenseite findet man kurze flottende Fäden. Bei Schusslancé liegt das Motiv in Querrichtung (Schussrichtung).

Jacquard

Stoffe mit meist großflächigen und komplizierten gewebten Dessinierungen werden unter dem Begriff Jacquard zusammengefasst. Namensgeber ist der französische Erfinder J. M. Jacquard (1752-1834), der eine Steuerung für Webstühle erfand, bei der mit Hilfe von Lochkartenbändern die einzelnen Kettfäden beim Weben beliebig angehoben und gesenkt werden können. Jacquard-Gewebe bleibt sehr gut formstabil und ist vielseitig einsetzbar.

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