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Small Talk – Der Ton macht die Musik

Small Talk ist oft der Einstieg in eine tiefer greifende Unterhaltung und somit ausschlaggebend für das Knüpfen beruflich oder gesellschaftlich wichtiger Kontakte. Er ist ein entscheidender Faktor für beruflichen Erfolg.

Ob alleine mit dem Chef im Aufzug, in großer Runde bei einer Vernissage oder vor einem Termin mit wichtigen Kunden – Small Talk begegnet uns im Berufsalltag fast überall. Der Small Talk ist dazu da, eine unangenehme Stille, Gesprächspausen oder eine angespannte Atmosphäre zwischen zwei oder mehr Menschen zu unterbrechen. Das Wetter ist immer ein dankbares Thema, das bestätigt Moritz Freiherr Knigge in seinem Buch „Eine Frage Herr Knigge – Welche Umgangsformen brauchen wir noch?“.

Als „beiläufige, meist inhaltslose Konversation“ definiert der Duden diese Alltagsgespräche. Doch Vorsicht: Diese verharmlosende Erklärung wird der gesellschaftlichen Bedeutung nicht gerecht. Small Talk fungiert als Türöffner und soll eine angenehme Atmosphäre schaffen. Durch ihn gewinnt man einen ersten Eindruck vom Anderen – und hinterlässt einen. Ist er positiv, ist die Basis für den weiteren Kontakt gelegt. Wer die Kunst des „kleinen Gesprächs“ nicht oder nur schlecht beherrscht, wirkt auf andere schnell abweisend und langweilig, bleibt nicht in Erinnerung.

Ein Gespräch über die Location bietet sich auf Veranstaltungen an, zum Beispiel: „Wie gefällt es Ihnen hier?“, „Waren Sie schon einmal hier?“, „Haben Sie gut hierher gefunden?“. Wenn der Aufenthalt ein Hotel erfordert, kann man auch dieses zum Gesprächsaufhänger machen. „Ich bin ganz begeistert vom Service unseres Hotels, fühlen Sie sich auch so wohl?“ Auf privaten Veranstaltungen kann man das Gespräch auf gemeinsame Bekannte bringen: „Kennen Sie den Gastgeber schon länger? Wo haben Sie ihn kennengelernt?“ Das gute Essen oder der gute Wein können auch als Gesprächseinstieg dienen. Schmeckt es einmal nicht, machen Sie Ihrem Ärger nicht beim Small Talk Luft. Vielleicht ist der Gesprächspartner mit dem Koch befreundet, mag das Essen im Gegensatz zu Ihnen oder hat etwas gegen Querulanten. Sportliche Ereignisse, sei es Golf, Tennis oder Fußball sind leicht verträgliche Gesprächskost. Auch aktuelle, positive Ereignisse und Schlagzeilen bieten sich für den gepflegten Small Talk an. Offene Fragen, auf die das Gegenüber mehr als nur Ja oder Nein antworten muss, sind noch besser geeignet. Außerdem merken Sie spätestens hier, wenn jemand nicht mit Ihnen reden möchte und sollten sich dann einen anderen Gesprächspartner suchen.

Je oberflächlicher man sich kennt, desto unverfänglicher sollte anfangs der Small Talk sein. Themen wie Geld, Religion, Krankheiten und Politik im Allgemeinen sind tabu. Gesundheitliche Beschwerden des Anderen interessieren niemanden. Politik und Religion haben schon allzu oft zu heftigen Diskussionen oder unmittelbarer Antipathie geführt.

Um Fettnäpfchen zu vermeiden, sollte der Small Talk allgemein gehalten werden. Bleiben Sie unvoreingenommen und versuchen Sie niemanden von Ihrer Meinung zu überzeugen. Fragen Sie Ihr Gegenüber nicht ungeniert aus oder belehren Sie Ihn gar. Keine Beziehungs- oder Ehe-Tipps, lästern und prahlen Sie nicht, vor allem nicht über Kunden oder Mitbewerber! Oder, wie Wilhelm Busch einmal sagte: „Die gute Unterhaltung besteht nicht darin, dass man selbst etwas sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören kann.“

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