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Klimaschutzprojekt will Madagaskar wieder zur grünen Insel machen

ETERNA unterstützt das Projekt im Rahmen der CO2-neutralen Fertigung

Kind mit gesammeltem Feuerholz

Häufig sammeln Kinder Feuerholz für den Eigengebrauch oder zum Verkaufen. Foto: ©myclimate

Seit 1. Juli 2017 fertigt ETERNA seine Hemden und Blusen der Premiumlinie 1863 by ETERNA klimaneutral. 6,9 Kilogramm CO2 werden bei der Produktion eines Hemdes durchschnittlich ausgestoßen – und diese Emissionen wurden bereits durch verschiedene Maßnahmen so weit wie möglich gesenkt. Klimabelastung, die sich nicht weiter vermeiden lässt, kann also nur noch durch Kompensation neutralisiert werden. Dies bedeutet, dass ETERNA ein Klimaschutzprojekt finanziell unterstützt, damit weltweit an anderer Stelle entsprechend hohe CO2-Emissionen vermieden werden. Mit Hilfe der Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate hat ETERNA zwei Klimaschutzprojekte ausgewählt. Das Projekt in Madagaskar stellen wir gemeinsam mit myclimate hier näher vor. Ein weiterer Beitrag behandelt das Projekt in Kenia.

Solarkocher und Energiesparkocher produzieren und verbreiten

Frau produziert Solarkocher

Die 22-jährige Docilie Razonambinina arbeitet seit drei Jahren bei ADES in der Produktion der Solarkocher. Foto: ©myclimate

Kochen mit der Sonne oder – wenn die Sonne nicht scheint – möglichst ressourcenschonend: Seit mittlerweile 15 Jahren produziert die schweizerisch-madagassische Organisation ADES (Association pour le Développement de l’Energie Solaire) Solarkocher und seit sieben Jahren Energiesparkocher in Madagaskar. Es gibt verschiedene Modelle für Privathaushalte, Restaurants, Betriebskantinen, Straßenküchen und soziale Institutionen wie Schulen, Heime und Krankenhäuser. Hergestellt und verkauft werden sie in sieben Produktions- und Verkaufszentren, um Menschen in verschiedenen Regionen zu erreichen. Zu einem vergünstigten Preis sind die Kocher dort zu erwerben.

 

Frau verkauft Energiesparkocher

Wiederverkäuferinnen kaufen die Kocher ADES ab und verkaufen sie mit leichter Marge weiter. Ein Holz-Kocher wird um einen Drittel billiger verkauft als ein Holzkohle-Kocher, um den Leuten einen Anreiz zu geben, mit Holz zu kochen, was für die Umwelt besser ist. Foto: ©myclimate

Es ist wichtig, dass die Energiespar- und Solarkochern in der Region wirklich weit verbreitet werden, denn nur so kann das Hauptziel des Projektes erreicht werden: die rasch voranschreitenden Abholzung in Madagaskar zu stoppen oder wenigstens zu verringern. Mit den effizienten Kochern wird entweder gar kein Holz mehr benötigt – wenn sie solar betrieben werden – oder der Feuerholz- und Holzkohleverbrauch wird halbiert. Das spart nicht nur Holz, Emissionen und schont die Umwelt. Die Menschen sparen auch erheblich Geld und Zeit: für das Holzsammeln und den Unterhalt des Kochfeuers. Auch die Gesundheit profitiert: Emissionsfreies Solarkochen oder raucharmes Kochen mit Energiesparkochern schützt insbesondere Frauen und Kinder, die sich hauptsächlich bei der Kochstelle oder in schlecht belüfteten Räumen aufhalten. Mit dem Verkauf der Kocher werden gleichzeitig einheimische Aufforstungsprojekte unterstützt: Pro verkauftem Kocher werden zwei Baumsetzlinge finanziert und gepflanzt.

Ein wichtiger Ansatzpunkt des Projektes auf Madagaskar ist es auch, umfangreiches Wissen zu vermitteln, damit die Maßnahmen nicht im Sande verlaufen: So sind Solarkocher ideal geeignet für die Zubereitung traditioneller madagassischer Speisen wie Reis, Mais, Maniok, Fischschuppe oder Huhn. Allerdings nur, wenn man gleichzeitig die Kochgewohnheiten etwas umstellt. Zu diesem Zweck gibt es regelmäßig Schulungen. ADES unterrichtet die Nutzerinnen, wie sie die Solarkocher zweckmäßig einsetzen und korrekt verwenden. Und begleitet sie dann auch die ersten Monate, während sie die Kocher im Einsatz haben. Zudem gibt es weitere Veranstaltungen, um die Bevölkerung für den Umwelt- und Gesundheitsschutz, gesunde Ernährung und holzsparendes Kochen zu sensibilisieren. Ein Umweltbildungsprogramm soll Schulkindern und ihren Lehrern die heimische Natur näherbringen und zu praktischem Umweltschutz motivieren.

Abgeholzter und aufgeforsteter Wald auf Madagaskar

Für jeden verkauften Kocher zahlt ADES der Organisation VOZAMA das Aufforsten von zwei Bäumen. Auf dem Bild sieht man rechts aufgeforsteten Wald und links der Schneise den abgeholzten Hügel. Foto: ©myclimate

Feuerholz wird seit Anfang 2017 auch beim Brennen der Ton-Brennkammern eingespart. Seither werden klimafreundlichere Artemisia-Briketts verwendet. Diese ein Meter langen und zehn Kilogramm schweren Briketts werden aus pflanzlichen Reststoffen gewonnen. Diese fallen bei der Gewinnung von Wirkstoffen für Anti-Malaria-Medikamente aus der Artemisia-Pflanze an. In Verbindung mit der Einführung einer halbindustriellen Produktion können die effizienten Kocher so heute nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter und in besserer Qualität produziert werden.

Weitere Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der Stiftung myclimate. Dort ist auch nachzulesen, welche Ziele bisher erreicht wurden.

Alle Fotos: ©myclimate

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