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ETERNA hilft, Kenias Regenwald gegen Abholzung zu schützen

Kompensationsleistung von ETERNA unterstützt ein Klimaschutzprojekt in Afrika

Die Öfen werden von der Produktionsstätte zu den Haushalten auch per Esel transportiert. Foto: ©myclimate/Robert Hörnig

Ganz ohne CO2-Ausstoß kann kein Hemd produziert werden. ETERNA hat allerdings in der Vergangenheit die Emissionen schon so weit wie möglich reduziert. Unter anderem durch Einsparungen bei Energie und Logistik und durch die Umstellung auf zertifizierten Ökostrom in der Unternehmenszentrale in Passau und in den mehr als 50 Brandstores. Um die nicht zu vermeidenden 6,9 Kilogramm CO2 zu neutralisieren, die bei der Fertigung eines Hemdes durchschnittlich anfallen, hat sich ETERNA für Kompensation entschieden. Dies bedeutet, dass ETERNA ein Klima- oder Umweltschutzprojekt an anderer Stelle weltweit unterstützt, um mit diesem Projekt CO2-Emissionen in gleicher Höhe einzusparen. Die Schweizer Stiftung myclimate hat dazu ETERNA und ein Klimaschutzprojekt in Madagaskar sowie eines in Kenia zusammengeführt.

Wenn ETERNA nun für die Hemden und Blusen der Premiumlinie 1863 by ETERNA sowie die Custom-Made-Hemden jeweils einen bestimmten finanziellen Beitrag als Kompensationsleistung an myclimate weitergibt, profitieren davon ganz konkret ländliche Haushalte in der Nähe des Kakamega-Waldes in West-Kenia. Etwa 52.000 effiziente Öfen sollen während der gesamten Projektdauer von sieben Jahren an die Haushalte verteilt werden.

Blick von oben auf den Regenwald Kakamega

Der Kakamega-Regenwald ist Lebensraum vieler seltener Tiere und Pflanzen. Doch er ist von Abholzung bedroht. Foto: ©myclimate/Robert Hörnig

Davon wiederum soll der Kakamega-Wald profitieren: Dieser Regenwald ist Kenias letzter übrig gebliebener indigener Wald. Er ist Lebensraum für viele einzigartige und bedrohte Tiere und Pflanzen. Der nördliche Teil ist geschützt und gehört zum Kakamega-Nationalpark. Doch auch der Schutz-Status kann nicht verhindern, dass der Regenwald ausgebeutet und ernsthaft beschädigt wird. Seit 1993 hat der Kakamega-Wald fast die Hälfte seiner Fläche verloren. Denn die Menschen, die in der Region rund um den Wald wohnen, benötigen seine Ressourcen als Lebensgrundlage – vor allem das Feuerholz. Und es sind viele Menschen: Die Region ist eine der dichtest bevölkerten ländlichen Regionen der Welt – mehr als 500 Einwohner leben auf einem Quadratkilometer.

Bisher wird in den Haushalten dort auf traditionellen offenen Drei-Steine-Feuerstellen gekocht. Dafür wird viel Feuerholz benötigt, und es ist vor allem die Aufgabe der Frauen, dieses zu sammeln. Durchschnittlich 15 Stunden pro Woche wenden sie dafür auf und marschieren zum Feuerholzsammeln in den nahen Regenwald. Mit den neuen effizienten Öfen wird der Aufwand deutlich reduziert: “Bevor ich den Kocher hatte, musste ich jeden Tag in den Regenwald, was ein 15 bis 20 Kilometer langer Marsch ist mit all dem schweren Holz auf dem Kopf. Jetzt muss ich nur noch zweimal pro Woche gehen”, erklärt beispielsweise Susan Muyanzi die Vorteile der effizienten Kocher. Sie ist 33 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und wohnt im Dorf Lusero in Kakamega.

Levy Barnoya

Levy Barnoya hilft, die Haushalte in West-Kenia mit den effizienten Kochern auszustatten. Foto: ©myclimate/Robert Hörnig

Doch die beste Technologie würde nichts nutzen, wenn sich die Menschen der Region den Kocher nicht leisten könnten. Daher wurde auch auf diesen Aspekt geachtet, denn die Region um den Kakamega-Wald hat eine Armutsrate von mehr als 60 Prozent, mehr als ein Viertel der Menschen sind arbeitslos. Deshalb wurde eine einfache, erschwingliche und lokal produzierte Ofentechnologie gesucht. Der effiziente Upesi-Ofen erfüllt all diese Anforderungen. Er ist ein natürlicher Keramikofen, der im Vergleich zur offenen Feuerstelle 35 bis 50 Prozent der Energie einspart. Hergestellt wird er von lokalen Frauengruppen, die  ihn dann zu einem günstigen Preis verkaufen.

Die effiziente Ofentechnologie reduziert den Holzverbrauch, schützt so die Biodiversität und die einmalige Vegetation des Regenwaldes und verringert dadurch den CO2-Ausstoß. So erklärt sich dann auch die Kompensation, durch die ETERNA mit diesem Projekt verbunden ist. Auch die positiven Auswirkungen jenseits des Umweltgedankens dürfen nicht übersehen werden: Es werden lokale Arbeitsstellen geschaffen, die Frauen müssen weniger Holz sammeln und sind weniger den schädlichen Russpartikeln der offenen Feuerstellen ausgesetzt. Das Projekt „Öfen für Leben“ wird von der amerikanisch-kenianischen Organisation Eco2librium entwickelt und umgesetzt.

Viele Fotos und ausführliche Zahlen zu den bisher erreichten Projektzielen finden sich auf der Internetseite von myclimate.

Alle Fotos: ©myclimate/Robert Hörnig

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