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Chambray, Flanell, Fil à Fil: Wie sich Stoffe unterscheiden lassen

Die beliebtesten Gewebearten für Hemden und Blusen

Haben Sie schon mal im ETERNA-Onlineshop nach einem Hemd oder einer Bluse gesucht und sind dabei auf Fachbegriffe gestoßen, die Sie nicht verstanden haben? In Zukunft werden Sie Begriffe wie Fil à Fil oder Chambray sofort einordnen können, denn wir verraten Ihnen im zweiten Teil unserer Serie über Stoffqualitäten alles über die wichtigsten und beliebtesten Stoffarten für Hemden und Blusen. Im ersten Teil unserer Serie haben wir ja bereits Grundwissen zum Thema Bindungen erklärt. Darauf baut nun der zweite Teil auf. Wenn Sie also auf Begriffe wie Leinwandbindung, Köperbindung, Twill, Atlasbindung oder Satinbindung stoßen, schlagen Sie einfach im ersten Teil der Serie nach. Wir garantieren Ihnen: Nach unserer Serie werden Sie bei Oxford nicht mehr an die Stadt in England denken, sondern sofort daran, dass Oxford-Hemden besonders strapazierfähig und atmungsaktiv sind. Und im dritten Teil wird es dann noch spezieller – dann geht es um ganz raffinierte Gewebe, die nur ganz gezielt eingesetzt werden. Aber nun erst einmal zu unseren Dauerbrennern bei den ETERNA-Hemden und -Blusen:

Chambray

Chambray ist ein Gewebe in Leinwandbindung. Gefertigt wird es mit weißen Kettfäden und farbigen Schussfäden. Auf diese Weise ergibt sich eine leicht abgezogene Farbigkeit. Eine Besonderheit besitzt Bicolor Chambray: Hier werden farbige (nicht weiße) Kettfäden mit andersfarbigen Schussfäden kombiniert. Dadurch erscheint die Farbe des Gewebes dann satter und dunkler.

Kariertes Hemd aus Popeline

Strapazierfähige und langlebige Hemden bestehen häufig aus Popeline.

Popeline

Hemdenstoffe aus Leinwandbindung sind typischerweise Popeline-Stoffe. Die Leinwandbindung ist die einfachste und älteste der drei Grundbindungen und erzeugt eine stabile Gewebestruktur. Popeline-Hemden sind strapazierfähig und langlebig, der Stoff fühlt sich glatt und geschmeidig an.

Fil à Fil

Die Übersetzung von „Fil à Fil“ bedeutet „Faden an Faden“. Fil-à-Fil-Gewebe werden in Leinwandbindung hergestellt. Dabei wechseln sich helle mit dunklen Fäden ab. So entsteht ein Stoff mit leicht abgezogener Farbigkeit, ähnlich wie bei Chambray. Die Oberfläche des Stoffes ist glatt.

Oxford

Oxford ist eine Warenbezeichnung: Dahinter verbirgt sich ein buntgewebter, kräftiger Baumwollstoff. Gewebt wird er in Panamabindung, einer Variante der Leinwandbindung. Der Name dieses Hemdenstoffes stammt tatsächlich von der britischen Universitätsstadt Oxford. Oxford-Stoffe sind sehr gut für sportliche Hemden geeignet. Häufig haben diese dann auch einen Button-Down-Kragen, der die Wirkung des Oxford-Stoffes noch verstärkt. Oxford-Hemden sind strapazierfähig, atmungsaktiv und weich.

Cotelé

Cotelé weist durch eine spezielle Bindung plastische Längsrippen auf. Cotelé-Gewebe ist dicht und hat einen edlen Glanz.

Natté

Die Übersetzung des Begriffs „Natté“ aus dem Französischen verrät schon, wie man sich Natté-Hemden vorstellen muss. Denn Natté heißt „geflochten“. Das sehr plastische Gewebe mit würfelartiger Optik ist großporig und daher sehr luftdurchlässig.

Millerayé

Auch die Bezeichnung für dieses Gewebe stammt aus dem Französischen. „Millerayé“ bedeutet „tausend Streifen“. Der Name ist Programm: Auf Millerayé-Stoff sind feine, dicht gewebte, in Längsrichtung angeordnete Streifen zu sehen.

rosafarbene Bluse aus Leinenstoff

Leicht und luftig ist Leinen. Für sommerliche Blusen ist das Material ebenso beliebt wie für Hemden.

Leinen

Mit dem Begriff Leinen kann zweierlei gemeint sein: zum einen die Naturfaser Leinen, zum anderen das aus der Naturfaser hergestellte Gewebe. Als „Sommer-Stoff“ besitzt Leinen viele Eigenschaften, die im Sommer vorteilhaft sind: Leinen nimmt in hohem Maße Feuchtigkeit auf und gibt sie an die Luft ab, dadurch wirkt Leinenstoff kühlend. Zudem ist Leinengewebe flusenfrei, strapazierfähig, langlebig und wenig anfällig gegen Schmutz. Typisch für Leinen ist allerdings, dass der Stoff stark knittert. Der Grund dafür ist die geringe Elastizität der Leinenfaser.

Denim

Wer den Begriff Denim hört, denkt wahrscheinlich zuallererst an eine Jeanshose. Doch auch Hemden und Blusen aus Denim sind alle paar Jahre wieder im Fokus der Modewelt. Denim als Gewebebezeichnung meint einen robusten Baumwollstoff in Twillbindung. Dieser Stoff wird mit dem Farbstoff Indigo gefärbt, nur dann kann man von echtem Denim sprechen. Typisch für die Indigo-Färbung ist das Abfärben bei ganz dunklem Denim und das Aufhellen durch Waschen und Tragen, was dann zum helleren Used-Look führt.

Flanell

Die Grundlage für Flanell sind Baumwollstoffe. Diese erhalten nach dem Weben eine spezielle Ausrüstung: Der Stoff wird an einer oder an beiden Warenseiten aufgeraut. Daraus resultiert der typische Flanell-Griff: Der Stoff fühlt sich angenehm weich an. Zudem ist Flanell wärmend, leicht und anschmiegsam.

Piqué

Bei Piqué lässt sich nur vom Namen her noch nicht genau festlegen, auf welche Weise der Stoff gefertigt wurde. Denn Piqué ist eine Warenbezeichnung. Und kann entweder ein Gewebe, also einen gewebten Stoff, oder Maschenware, also einen gestrickten Stoff, meinen. Als Maschenware wird Piqué für Poloshirts eingesetzt. Die Oberfläche von Piqué hat eine bewegte Hoch-Tief-Struktur, diese ist luftdurchlässig und elastisch.

Doppelgewebe

Doppelgewebe bestehen aus feinen Garnen, die zwei Gewebelagen bilden. Diese sind punktuell fest miteinander verbunden. Dadurch weist das Gewebe unterschiedliche Stoffseiten auf. Eine Seite kann heller sein als die andere oder sich sogar in der Dessinierung unterscheiden – beispielsweise eine Seite zeigt Karo, die andere ist unifarben.

hellblaues Hemd in Fischgrat

Unverkennbar: Fischgrat mit seinen diagonalen Strukturen.

Fischgrat

Von der diagonalen Struktur des Stoffes, die an Fischgräten erinnert, leitet sich die Bezeichnung Fischgrat für ein spezielles Gewebe ab. Auf Englisch wird die Stoffstruktur als Herringbone bezeichnet. Fischgrat ist eine Variation der Köperbindung (im Englischen Twill).

Melange

Der Begriff Mélange kommt aus dem Französischen und bedeutet Mischung. Hier werden beim Spinnprozess helle, dunkle oder sogar unterschiedlich farbige Fasern vermischt, um ein mehrfarbiges Garn zu erhalten. Am bekanntesten ist die edle Farbmischung Grau-Weiß.

Bindungsaufleger

Bindungsaufleger werden gerne bei Streifen verwendet, um sie optisch und haptisch noch besser hervorzuheben. Hier wechselt sich eine glatte Grundbindung mit einer voluminöseren Bindung ab.

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